ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

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22.07.2018 Wird die Autobahngesellschaft Mitte September 2018 gegründet?

In Österreich gibt es seit 1982 die ASFINAG – Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft. Ihre Aufgaben sind Planung, Bau, Erhaltung, Betrieb und Finanzierung des hochrangigen Straßennetzes in Österreich. Bis 2006 folgten mehrere gesellschaftsrechtliche Veränderungen, um Funktionen und Abläufe zu straffen. Dabei verloren die sechs operativen Autobahngesellschaften und die für den Straßenbetrieb zuständigen Bundesländer ihre Funktionen. Rückblickend betrachtet war das konsequent und der Sache dienlich.

Ganz anders in der Bundesrepublik Deutschland. Die geplante „Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen“ will nicht recht vorankommen. Dabei drängt die Zeit, denn die Gesellschaft muss spätestens Mitte September 2018, nämlich zwei Monate nach Verkündigung des Haushaltsgesetzes 2018, gegründet sein. Doch wie üblich formiert sich die Phalanx der Bedenkenträger aus Gewerkschaften, Beamtenbund und Ministerialbürokratie: Der vorliegende Vertragsentwurf verstoße gegen Regeln des Mitbestimmungsgesetzes und greife gesetzes- und verfassungswidrig in die Tarifautonomie ein; die Zuweisung von Standorten der neuen Verwaltung sei ungerecht. Zudem wird um Posten (Präsidium, Geschäftsführung und Aufsichtsrat) gestritten; die beteiligten Ministerien wollen sich so viel Einfluss wie möglich sichern.

Angesichts der vielen Standorte (Autobahngesellschaft in Berlin, Bundesfernstraßengesellschaft in Leipzig, 10 regionale Niederlassungen, 30 dauerhafte und 11 temporäre Außenstellen [für laufende Großprojekte], 40 Fernmeldemeistereien und Leitzentralen) dürfte es noch eine ganze Weile dauern, bis diese neue Struktur wirklich arbeitsfähig ist; nach Straffung der Ablauforganisation sieht es derzeit nicht aus. Anfang 2021 sollen Autobahngesellschaft und Fernstraßenbundesamt die Arbeit aufnehmen. Damit verbindet sich die Hoffnung, den unseligen Länderproporz zu überwinden, der in den vergangenen 60 Jahren dazu geführt hat, dass Autobahnen und Fernstraßen nicht allein nach Bedarf bzw. nach dem Gesichtspunkt der Engpassbeseitigung gebaut wurden, sondern nach Länderinteressen und Einflusssphären.


20.07.2018 Zwei Seiten der selben Medaille

Straßengeschichte und Straßenverkehrsgeschichte sind die beiden Seiten der selben Medaille. Sie bedingen sich wechselseitig und müssen folglich in der Verkehrsgeschichte möglichst im Kontext betrachtet werden. Signifikante Ergebnissen lassen sich allerdings eher erreichen, wenn Untersuchungen den einen oder anderen Forschungsbereich in den Vordergrund rücken.

Entsprechend der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Verkehrsregionen im Deutschland im ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts überraschen regionale Untersuchungen immer wieder mit besonderen Fakten und erweitern dadurch den Erkenntnishorizont. Als gutes Beispiel ist hier die zweigeteilte Studie von Karl-Heinz Rothenberger vom Historischen Seminar der Universität Koblenz-Landau zu nennen, welche die Anfänge der motorisierten Mobilität und den Kraftverkehr in der Pfalz der 1920er und 30er Jahre ausleuchtet. Beide Teile der Arbeit bestechen mit einer Fülle von Einzelheiten, aufschlussreichen Statistiken und erläuternden Abbildungen.

Die bibliografischen Angaben sind über die nachstehenden Schaltflächen zu erreichen.

Karl-Heinz Rothenberger:
"Auto und Motorad • der Kraftfahrzeugverkehr in der Pfalz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg"

Karl-Heinz Rothenberger:
"Kraftfahrzeugverkehr in der Pfalz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg • Die 1920er und 30er Jahre als Wegbereiter der Massenmotorisierung"


20.07.2018 ASFINAG sorgt für Erfrischung im Stau – ab morgen gibt es Gratis-Mineralwasser und Kindermalbücher vor dem Grenzübergang Kufstein-Kiefersfelden
ASFINAG-Aktion findet an den kommenden sechs Reisesamstagen statt

Damit alle trotz Wartezeit und Stau einen kühlen Kopf bewahren, startet die ASFINAG erstmals in Tirol eine ganz besondere Aktion: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen morgen und an den kommenden sechs Reisesamstagen jeweils von 9 bis 17 Uhr kostenlos Mineralwasserflaschen an die Autofahrerinnen und Autofahrer, die bei Kufstein vor den Grenzkontrollen Richtung Deutschland im Stau stehen."
Quelle: Mail der ASFINAG an das AfASG

Presseinformation vom 20. Juli 2018

Wasserverteilung
Ob es bei diesem Service im Stau langweilig wird?. FOTO: ASFINAG


KulturAkademie Naumburg      Seminare 2018

KulturAkademie Naumburg
 
Die KulturAkademie Naumburg und das ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE arbeiten seit 2015 zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Das Seminarprogramm für 2018 steht auf der Website des gemeinnützigen Vereins zur Verfügung. Interessenten an der Arbeit der KulturAkademie und an den vielfältigen Angeboten haben die Möglichkeit zur Information durch den Besuch der ehrenamtlich arbeitenden Kultur- und Bildungseinrichtung

Bitte besuchen Sie die Website des Vereins über die nachstehende Schaltfläche.

KulturAkademie Naumburg e.V., Domplatz 19 | 06618 Naumburg (Saale)
 
Nadel  


18.07.2018 pave-news - das Fach Portal rund um die Themen Baumaschinen/ Technologien/ Verkehrswesen / Straßen- und Tiefbau

Nach rund einem Jahr Abstinenz ist pave-news seit Anfang Juli 2018 wieder am Start. Initiator und Redakteur André Kräckmann bietet mit klarer Gliederung der Website, gewohnt spannenden Berichten und einem ausführlichen Fachlexikon allen Interessierten fundierte Informationen zum Asphaltstraßenbau.

Der redaktionelle Schwerpunkt des Portals liegt zukünftig auf technisch-wissenschaftlichen Innovationen und dem Einsatz von Software zur Rationalisierung und Professionalisierung des Baugeschehens. Die Digitalisierung von Baustellen-Management, Maschinensteuerung und Verfahrenstechnik schreitet mit großen Schritten voran, was angesichts des Investitionsstaus im Straßenwesen, der überall in Deutschland laufenden Großprojekte und des Mangels an Facharbeitern eine zwangsläufige Entwicklung ist.

Das ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE war der Redaktion von pave-news von Anfang an verbunden. Wir sehen uns als Gleichgesinnte, denn die Berichte über Veränderungen bzw. Fortschritte von heute bilden schon morgen den Stoff für rückblickende Analysen und Betrachtungen der Verkehrshistoriker.

Die Redaktionen des AfASG

pave-news        Nadel   Zur Website von pave-news


13.07.2018 ASFINAG: Erste Phase der Nachtsperren im Langener Tunnel planmäßig abgeschlossen
Keine nächtlichen Ausleitungen mehr durch die Ortsgebiete bis 6. August

In dieser Woche beendete die ASFINAG wie geplant die ersten Nachtsperren im Zuge des Sicherheitsausbaus des Langener Tunnels (S 16 Arlberg Schnellstraße). Die gute Nachricht: bis zum 6. August wird es keine Verkehrsumleitungen durch die Ortsgebiete während der Nacht geben. Erst dann setzt die ASFINAG die Arbeiten mit weiteren nächtlichen Sperren jeweils von Montag (20 Uhr) bis Freitag (6 Uhr) fort. An Wochenenden mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und rund um die 800-Jahr-Festlichkeiten der Gemeinde Langen wird es aber keine Ausleitungen geben.

„Wir sind beim Zeitplan voll auf Kurs. Die Arbeiten an den neuen Kabelwegen, die Betonsanierungen und an der Beschichtung verliefen nach Wunsch. Wir arbeiten jetzt weiter mit Hochdruck, um den Tunnel Anfang November freigeben zu können“, erklärt ASFINAG-Projektleiter Mario Patigler. Bislang gab es 75 Nachtsperren und während des Tages Sperren von einzelnen Fahrspuren. Die Ziele der ASFINAG: mehr Verkehrssicherheit mit neuer LED-Beleuchtung und hellerer Tunnelbeschichtung, Modernisierung der Sicherheitstechnik mit innovativer Geisterfahrer-Detektion und durch barrierefreie Ausstattung aller neun Fluchtwege. Die ASFINAG investiert über 18 Millionen Euro in den Sicherheitsausbau des Langener Tunnels. Im nächsten Jahr ist die zweite Röhre des Tunnels an der Reihe – dann sind aber keine nächtlichen Ausleitungen mehr notwendig.

Alexander Holzedl, Pressesprecher der ASFINAG

Langener Tunnel
Arbeiten an einem neuen Tunnelzugang. FOTO: ASFINAG


07.07.2018

Ausdauer und gute Kommunikation bringen verborgene Informationen ans Tageslicht

Der zufällige Fund einer Ausschreibung im Naumburger Tageblatt vom 1. Februar 1840 nannte vier Orte und Gasthöfe, wo an einem bestimmten Tag der Zuschlag zur Lieferung von Straßenbaumaterial an den günstigsten Anbieter erfolgen sollte. Für die Teilstrecke Wethau bis Bad Kösen war als Örtlichkeit genannt: "... im sog. Dreierhäuschen bei Naumburg."

Doch wo befindet oder befand sich das Dreierhäuschen?

Die Suche im Internet brachte zwar einige Ergebnisse, doch von "bei Naumburg" konnte in keinem Fall die Rede sein.

Erst die Kommunikation mit einem Naumburger Heimatfreund, der sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit alter Literatur über die Domstadt befasst und auf Grund der erworbenen Kenntnisse auch richtig vermutete, welcher unserer Vorfahren wohl sein Wissen über das "Dreierhäuschen bei Naumburg" im Schrifttum festgehalten hat, ließ eine gezielte Suche zu und führte zum Erfolg.

Zur Webseite des Stichwortes im Glossar:


Dr. Dr. R. Ruppmann
Redaktion Bad Homburg
redaktion@autobahngeschichte.com
H. Schneider
Redaktion Naumburg (Saale)
korrespondenz@strassengeschichte.de

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