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BAB A4: Die Autobahnmeisterei Wildeck-Hönebach

Die Autobahnmeisterei Wildeck-Hönebach ist eine noch junge Meisterei mit langer Tradition. Ursprünglich war sie an der Anschlussstelle Kirchheim unter dem Namen "AM Kirchheim" beheimatet, wurde jedoch im Jahre 2012 in den östlichsten Winkel des Bundeslandes Hessen verlagert. Die feierliche Eröffnung des Neubaus erfolgte am 23. August 2012 durch den Präsidenten der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil, Burkhard Vieth.

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Bild 1: Altes Silo nahe der AS Kirchheim. Die Beschickung erfolgte von einer oberhalb des Silos verlaufenden Straße, die Entnahme durch Heranfahren an die Schüttöffnungen.

Grund für den Neubau und die Verlagerung war vor allem der Bau der BAB A44 von Kassel nach Herleshausen, deren Teilstrecke von der A4 bis zur AS Hessisch-Lichtenau ebenso von der AM Wildeck-Hönebach zu betreuen ist, wie eine Teilstrecke der A4. Dagegen obliegen Pflege und Service der A7 künftig der AM Alsfeld.

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Bild 2: An der Einfahrt zum Meistereigelände begrüßt ein Schneepflug Mitarbeiter und Besucher und weist damit bereits auf eine der wichtigsten Tätigkeiten der Meisterei hin: Den Winterdienst auf den durch die Mittelgebirge liegenden Strecken.

Zum Bau und der Fertigstellung der neuen Meisterei gab es in der 16. Wahlperiode des Bundestages (2008) eine Anfrage aus der Fraktion der FDP: "Was steht dem Bau der Autobahnmeisterei Hönebach – Ortsteil von Wildeck – an der A4 entgegen, nachdem Planung und Grunderwerb seit Jahren abgeschlossen sind?". Die Antwort wurde am 24. Oktober 2008 gegeben:

"Die neue Autobahnmeisterei Wildeck-Hönebach (Kosten rd. 7,6 Mio. Euro) wird maßgeblich dann ihre Notwendigkeit und betriebliche Funktion im Schwerpunkt des ihr zugeordneten Betreuungsnetzes erfüllen, wenn die Autobahn 44 zumindest im südlichen Teil des Autobahnneubaues fertiggestellt sein wird. Der Baubeginn und der Inbetriebnahmezeitpunkt der Autobahnmeisterei (Bauzeit ca. ein Jahr) stehen daher in zeitlichem Zusammenhang mit dem Bau und der Fertigstellung des Streckenbaus im genannten Bereich der Autobahn 44." 1

Bei Betrachtung des Gesamtkonzepts für die Aufteilung der Meisterei in Arbeitsbereiche fällt auf, dass den Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Energiemanagement große Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

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Bild 3: Im Gegensatz zu historischen und auch jüngeren Autobahnmeistereien sind in Wildeck-Hönebach alle Funktionsteile wie Fahrzeughalle, Büro- und Aufenthaltsräume mit Duschen und Umkleiden, Werkstatt und Lastwagenwaschanlage unter einem Dach, in einem einzigen Gebäude untergebracht.

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Bild 4: Vor und hinter dem Funktionsgebäude ist ausreichend Platz für ständig oder zeitweilig im Freien abzustellende Maschinen oder Ausrüstungen vorhanden. Das überkragende Dach schützt dennoch weitgehend vor Witterungseinflüssen.

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Bild 5: Auch die Halle, in der 800 Kubikmeter Streusalz lagern ist in das Gebäude integriert. Die beiden 15 Meter hohe Silos zur Aufnahme von weiteren 200 Kubikmetern Salz stehen an der Stirnseite des Gebäudes.

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Bild 6: Alle Büros, Beratungs- und Aufenthaltsräume verfügen über große, bis zum Boden reichenden Fenster und bieten so ausreichende Lichtverhältnisse.

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Bild 7: Die lichtdurchflutete Fahrzeughalle mit Arbeitsplätzen für Wartung und Pflege der Maschinen und Ausrüstungen sowie Lagermöglichkeiten.

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Bild 8: Ansicht der Autobahnmeisterei Wildeck-Hönebach von der Autobahn her.

1 Quelle: Deutscher Bundestag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/10733 vom 31. 10. 2008

© Text und Foto: H. Schneider, Naumburg/Saale 6/2016

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