Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte

Geschichte & Organisation | Historie & Gegenwart

Betriebskollektivvertrag 1962 des Staatlichen Straßenunterhaltungsbetriebes (Autobahnen) Halle/Saale

Das Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte verfügt über ein Dokument aus dem Wirtschaftsleben der DDR, welches seit dem Ende dieses Staates wahrscheinlich aus der Erinnerung der meisten Bürger verschwunden ist, ja, viele Bundesbürger wissen wahrscheinlich mit dem "BKV", wie die Abkürzung gewöhnlich lautete, gar nichts anzufangen.

Die Internetseite »Wikipedia«1 schreibt darüber:

"Der Betriebskollektivvertrag (BKV) wurde in der DDR seit 1951 jährlich auf der Grundlage des Betriebsplans zwischen dem Betriebsleiter und der Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL) in allen Betrieben, in denen eigene Betriebsgewerkschaftsorganisationen bestanden, abgeschlossen.

Die BKV sollte dazu beitragen, die Planaufgaben zu erfüllen und gezielt zu überbieten sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Der Vertrag sollte "in Einheit mit den Betriebsplänen und Wettbewerbsbeschlüssen die unmittelbare Teilnahme der Werktätigen an der Leitung und Planung des Betriebes und die Entfaltung ihrer schöpferischen Initiativen" sichern."

Das Lesen des BKV 1962 vermittelt dem Leser nicht nur Wissen über den gesellschaftspolitischen Zeitgeist nur wenige Monate nach dem Bau der Berliner Mauer, sondern das Dokument gibt auch kund, welche Arbeiten zu erfüllen und welche Probleme in diesen Jahren zu lösen waren. Das erforderte wegen permanent bestehender Mangelwirtschaft neben hohem Fachwissen und persönlichem Engagement oftmals auch großes Improvisationsvermögen der Arbeiter, Meister und Ingenieure.

Der Betriebskollektivvertrag des Staatlichen Straßenunterhaltungsbetriebes (Autobahnen) Halle/Saale für das Planjahr 1962 umfasst 88 Seiten. Sein Text kann durch Klick auf die nebenstehende Schaltfläche in einem neuen Browserfenster gelesen werden.

1 Nadel http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebskollektivvertrag