Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte

Geschichte & Organisation | Glossar Autobahn + Straße

Dilatationsfuge

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[Dilatation (lat.) - Dehnung] Fuge zur Unterbrechung von Bauteilen, um Spannungsrissen vorzubeugen. Diese Risse entstehen durch verschiedene Ausdehnungseigenschaften der verwendeten Werkstoffe (Wärmedehnung, Dehnung durch Feuchtigkeitaufnahme) oder lastbedingte Längenänderungen (sog. Kriechen). Durch die Fuge werden Zwängungen vermieden, die im Extremfall zur Zerstörung der Bauteile führen würden.

Brücken erhalten zur Berücksichtigung der Dilatation Übergangskonstruktionen um vor allem auftretende Zwangspannungen aufgrund der Wärmedehnung zu vermeiden. Weitere Bauteile wie beispielsweise Schutzplanken müssen im Übergangsbereich gleichfalls Möglichkeiten zum Bewegungsausgleich erhalten.

 

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Linkes Bild:
Dilatationsstoß der Donaubrücke Metten im Zuge der A3
An beiden Brückenenden sind diese Stöße eingebaut, um sowohl die Brückenbewegungen als auch die Dehnung der Brücke gegenüber den Widerlagern ausgleichen zu können.

Untere Bilder:
Dilatationsstoß bei Schutzplanken Damit die Brückenwegungen und Dehnungen ohne Auswirkungen auf die Schutzplanken bleiben, erhalten diese an der Stelle des Brückenstoßes eine überlappte Fuge. Das Überlappungsstück hat Langlöcher für die Befestigungsschrauben.

Fotos: H. Schneider, Siehdichum (18.09.2010)
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H. Schneider, Naumburg/Saale 2011
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